Upjever. Ein gutes Resümee nach rund drei Jahren des Bestehens des Objektschutzregimentes Luftwaffe in Friesland zog der Kommandeur Oberst Karl-Heinz Kubiak anlässlich eines Arbeitsbesuches des Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer.
Kammer informierte sich bei Oberst Kubiak nicht nur über den Auslandseinsatz, sondern auch über die Aktivitäten des Objektschutzregimentes vor Ort. Hans-Werner Kammer: „Nach der Auflösung der früheren Objektschutzbataillone und der Indienststellung des Objektschutzregimentes „Friesland“ in Schortens haben sich die
neuen Strukturen sehr gut etabliert.“ Nach wie vor fühlen sich die Friesländer, insbesondere die Schortenser, der Luftwaffe eng verbunden.
Diese tiefe Verankerung in der Region möchte Oberst Kubiak im Laufenden Jahr durch zahlreiche repräsentative Veranstaltungen weiter verstärken. Auch sollen die Reservisten stärker ins Regimentsleben eingebunden werden.
Auch international findet die Arbeit der Soldatinnen und Soldaten der Objektschützer der Luftwaffe viel Beachtung, so Kubiak in der Vorstellung des Regimentes. Dabei sei neben dem Afghanistaneinsatz die enge und gute Zusammenarbeit mit der Royal Airforce hervorzuheben. So gäbe es eine sehr enge Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzpartnerschaft mit den britischen Kameraden.
Schwerpunkt der derzeitigen Aktivitäten des Regimentes ist natürlich die Teilnahme am Einsatz in Afghanistan. Ständig sind rund 120 bis 150 Soldatinnen und Soldaten des Verbandes im Einsatz in Afghanistan. Die Objektschützer haben die Aufgabe, das Camp und den Flughafen in Masar-il-Sharif zu schützen. Das „Blue Box“ genannte Areal rund um das deutsche Feldlager umfasst dabei mehrere Quadratkilometer.
Es habe sich gezeigt, dass die Soldatinnen und Soldaten gut ausgebildet sind und in der Truppe ein guter Korpsgeist herrsche. Bisher sei der Einsatz in Masar-il-Sharif der Friesländer Objektschützer sehr erfolgreich und vor allem ohne personelle Verluste verlaufen.
Umso wichtiger sei es, dass die Gefahren nicht unterschätzt werden. Durch mögliche Verdrängungseffekte aus den übrigen Landesteilen sei die Lage auch im Norden nicht mehr ruhig und stabil. In den letzten Monaten habe man verstärkt Anschläge mit Sprengfallen und Hinterhalten registriert. Auch Feuergefechte mit „taktischer Ordnung“ nähmen weiterhin zu. Gespannt blicke man auf die Neuausrichtung der Afghanistan-Politik durch Präsident Obama, welche sowohl aus einer Erhöhung der Truppenkontingente als auch aus einer Verstärkung der zivilen Aufbauhilfe gepaart mit einer diplomatischen Offensive besteht.
Hans-Werner Kammer. „Ich habe größten Respekt vor den Leistungen der Soldatinnen und Soldaten des Objektschutzregimentes Friesland, die unter Einsatz ihres Lebens in Afghanistan das deutsche Feldlager schützen. Umso erfreulicher ist es, zu wissen, dass das Regiment sowohl personell als auch materiell gut aufgestellt ist.“


