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Hinterlandanbindung durch Ertüchtigung der Eisenbahnstrecke Oldenburg – Osnabrück verbessern

Datum: 06.11.2012

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer regt an, die Hinterlandanbindung des JadeWeserPorts weiter zu verbessern. Aus Sicht des Verkehrsexperten wäre es geboten, die Möglichkeiten, die sich durch eine Ertüchtigung der Eisenbahnstrecke Oldenburg – Osnabrück für den JadeWeserPort ergeben, zu nutzen.

In Anbetracht der schwierigen Untergrund-Verhältnisse auf dieser Strecke plädiert Kammer für eine „Ertüchtigung mit Augenmaß“. Es müsse ein vernünftiges Verhältnis zwischen den Kosten für die Ertüchtigung und dem Gewinn an Transportkapazität gewahrt bleiben. Kammer spricht sich für eine durchgehende Elektrifizierung der Strecke und die Einrichtung von Begegnungsbahnhöfen aus. Hans-Werner Kammer: „Eine durchgehende Zweigleisigkeit von Oldenburg bis nach Osnabrück wäre natürlich die beste Lösung, aber durch die hohen Baukosten unwirtschaftlich.“ Daher bevorzugt Kammer einen nur teilweise zweigleisigen Ausbau: „Es kommt darauf an, mit möglichst geringen Mitteln die Hinterlandanbindung des JadeWeserPorts weiter zu verbessern!“

Kammer betont, dass der besondere Nutzen eines solchen Projektes darin läge, dass der Güterverkehr in Richtung Rheinschiene und Ruhrgebiet den Engpass Knoten Bremen, für den keine schnelle Lösung in Sicht ist, umgehe. Dadurch würde nicht nur das Nadelöhr Bremen entlastet, sondern auch die Belastung der Anwohner durch die Lärmentwicklung der Güterzüge reduziert.

In einem Brief an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Bode schlägt Kammer vor, dass das Land Niedersachsen diese Strecke beim Bund zur Überprüfung der Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan vorschlagen möge. Kammer: „Im Interesse der Region muss jetzt gehandelt werden!“