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Windparks als Bürgerparks realisieren

Datum: 05.05.2011

MdB Kammer besucht ENERCON-Gießerei in Georgsheil

Unmittelbar nach dem Runden Tisch zu Windenergie und Radar hat der Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer am Mittwoch die Gießerei der Firma Enercon in Georgsheil bei Aurich besichtigt. Das Gießzentrum Ostfriesland (GZO) ist eine der modernsten Gießereien Europas. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2009 haben fast 200 Menschen dort eine neue Arbeitsstelle gefunden.

Im Anschluss an die Werksbesichtigung besprach der Abgeordnete mit GZO-Geschäftsführer Simon-Hermann Wobben die Perspektive der Windkraft in Deutschland und speziell in unserer Region. „Bei aller Aufregung um die große Zukunft von Offshore-Windkraft dürfen wir nicht vergessen, dass an Land produzierte Windenergie die kosteneffizienteste der Erneuerbaren Energien ist“, so Kammer. „Wenn wir in Kürze das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG 2012 beraten, werde ich diesen Aspekt besonders deutlich machen“, versprach der Abgeordnete.

Auch die Bürger sollen stärker von der Errichtung von Windenergieanlagen profitieren. Vorschlag des Bundestagsabgeordneten Kammer: Die Anwohner sollen an den Anlagen beteiligt werden. Dies könne beispielsweise durch die Kommunen bewerkstelligt werden. Kammer: „So würde der Windpark zum Bürgerpark.“

Ein zentrales Anliegen von Enercon ist die Verbesserung der Verkehrsanbindung der diversen Firmenstandorte. „Die Genehmigungsverfahren sollten schneller laufen, denn die Wirtschaft wartet nicht ewig mit ihren Investitionen“, so Simon-Hermann Wobben. MdB Kammer sagte zu, den notwendigen Infrastrukturausbau im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages zu unterstützen, schließlich baue ganz Ostfriesland auf die Investitionen von Enercon.

Ein weiteres Thema war die Hindernis-Befeuerung der Windräder. „Für viele Anwohner sind die ständig blinkenden roten Warnlampen an den Windkraftanlagen ein sehr großes Ärgernis. Wenn wir die Windenergie an Land ausbauen wollen, muss aber deren Akzeptanz bei der Bevölkerung steigen“, so der Abgeordnete Kammer, der sich daher im Bundesverkehrsministerium für eine intelligente Lösung des Problems einsetzen wird.

Hans-Werner Kammer MdB und Geschäftsführer Simon-Hermann Wobben